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After-Work - Erziehungshilfe im offenen Fachdiskurs zum Thema Fachleistungsstunde

 

„Ohne Politik geht es nicht !“ - darin waren sich die TeilnehmerInnen des „After Work – Erziehungshilfe im offen Fachdiskurses“ in der AFET-Geschäftsstelle am 05.03.2012 alle einig. Angesichts der neu erschienen Arbeitshilfe zum Thema Fachleistungsstunden in den ambulanten Erziehungshilfen diskutierten die Gäste aus den Bereichen der Jugendämter, der freien Träger und der Bundesländer über Einigungsmöglichkeiten beim Abschluss einer Vereinbarung gem. § 77 SGB VIII.

Hintergrund ist der oft langwierige Aushandlungsprozess in vielen Kommunen und die mangelnde Vergleichbarkeit der vielfältigsten Modelle (vgl. Dialog Erziehungshilfe 3/2010, 3/2011, 4/2011). Die neue Arbeitshilfe wurde wegen ihrer konkreten Konsensangebote als geeignete Hilfestellung für die Partner vor Ort von allen Anwesenden gelobt. Die AFET-Geschäftsführerin Jutta Decarli fasste zusammen, dass es offenbar das richtige Papier zur richtigen Zeit handle und verwies auf dessen mehrfachen Nachdruck innerhalb von nur zwei Monaten. Gleichwohl verwiesen die TeilnehmerInnen mit großer Vehemenz auf die Notwendigkeit einer bundesgesetzlichen Reform der Kostenregelungen zu den ambulanten Erziehungshilfen. Es könne nicht angehen, dass die Praxis vor Ort sich streiten müsse, weil die Gesetzesvorgaben des § 77 SGB VIII so ungenau seien, sagten die einen. Der Gesetzgeber müsse doch nur die §§ 78a ff auf die ambulanten Hilfen erweitern, sagten die anderen. „Ohne Politik geht es nicht !“, eine Reform in diesem Bereich sei fachlich angezeigt und würde die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Jugendamt und freiem Träger vor Ort stärken - so die einhellige Meinung der Gäste an diesem Abend. Beim „After Work – Erziehungshilfe im offen Fachdiskurs“ handelt es sich um ein neues Veranstaltungsformat des AFET, das künftig im Vierteljahresrythmus statt finden wird. Die Idee ist, interessierten Fachleuten in Form eines Offenen Abends eine Diskussionsplattform zum Austausch über ein aktuelles Erziehungshilfefachthema zu bieten.

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Frau Wagner, Herr Glaum, Herr Wurzel, Herr Bode und Herr Heine im Gespräch