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AFET Bundesverband für Erziehungshilfe e. V.

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Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen von ErzieherInnen

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die Situation von ErzieherInnen und KinderpflegerInnen

Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der TU Dortmund hat in einer Sonderauswertung des Microzensus 2008 im Auftrag der GEW die berufliche, familiäre und ökonomische Situation der ErzieherInnen und KinderpflegerInnen in Deutschland untersucht. Die Bestandsaufnahme fällt aus Sicht der GEW kritisch aus.

Der Jugendhilfeexperte der GEW Herr Norbert Hocke beklagt: „Der Anspruch an die Qualität frühkindlicher Bildung und die Bedingungen, unter denen Erzieherinnen gute Arbeit leisten sollen, klafft meilenweit auseinander.“ Die GEW kritisiert den geringen Verdienst (so sind fast 20 Prozent der BerufsanfängerInnen mit einem Verdienst von unter 786,- Euro armutsgefährdet), die oft schlechten Rahmenbedingungen und insbesondere eine unsichere Anstellungssituation. Laut Studie haben nur 50% der ErzieherInnen und 30% der KinderpflegerInnen eine Vollzeitstelle. Nur 49 Prozent der Fachkräfte unter 25 Jahren sind unbefristet angestellt.

Dazu ein Auszug aus einem Leserbrief aus der GEW-Zeitung Erziehung und Wissenschaft 12/2010: 

„Ich habe 20 Jahre als Schlosser gearbeitet (…) Heute bin ich 48 und seit etwa zehn Jahren als Erzieher tätig. In dieser Zeit habe ich nur ein Jahr als Vollzeitkraft gearbeitet. Heute eine Vollzeitstelle als Erzieher zu ergattern, ist fast ein „Sechser im Lotto“. (…) Damit kann man nicht mal mehr den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und schon gar keine Familie ernähren.“ H.Kemper, Gummersbach
Die GEW schlägt ein Vier-Punkte-Programm vor, um die Situation der Fachkräfte zu verbessern und den Bereich der sozialpädagogischen Berufe aufzuwerten.

Nähere Informationen können dem 60-seitigen Bericht entnommen werden.

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