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BAGLJÄ wird zur BAG Landesjugendämter
Neuer Name - Neue Mitglieder - Imagekampagne der Jugendämter - Kinderschutz - "Geschlossene Unterbringung" - Betriebserlaubnis für Individualpädagogische MaßnahmenZu ihrer 109. Arbeitstagung traf sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter vom 10. bis 12. November 2010 in Bremerhaven.
Begrüßt wurde die Versammlung vom Stadtrat für Jugend, Familie und Frauen im Magistrat, Melf Grantz, gleichzeitig neu gewählter Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven, sowie der Leiterin des Amtes für Jugend, Familie und Frauen, Susanne Hild. Die Landesjugendamtsleitungen freuten sich sehr, dass der frisch gebackene OB trotz seiner vielfältigen neuen Verpflichtungen Zeit für das Gespräch mit ihnen fand.
Im Zusammenhang mit der für das kommende Jahr geplanten Imagekampagne für Jugendämter war bei den Landesjugendamtsleitungen das Bedürfnis nach einem neuen Outfit für die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter entstanden. Die Versammlung beschloss, sich von dem schwer vermittelbaren Kürzel BAGLJÄ zu verabschieden und künftig unter dem Kürzel BAG Landesjugendämter zu firmieren. Auch war sie der Meinung, ihr in die Jahre gekommenes Logo bedürfe einer Auffrischung.

Mit seinen quadratisch angeordneten Punkten repräsentiert das neue Logo die 17 Landesjugendämter (zwei davon in Nordrhein-Westfalen), der seitlich gesetzte rote Punkt steht für das geschäftsführende Landesjugendamt.
Die Imagekampagne für Jugendämter, die auf der 107. Arbeitstagung vor einem Jahr als Projekt beschlossen wurde, nimmt weiter an Fahrt auf. Im Frühjahr sagte das Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend seine finanzielle Unterstützung zu. Damit wurde die Zusammenarbeit mit einer professionellen Medienagentur möglich. Unter dem Motto „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“ wird die Kampagne den rund 600 Jugendämtern bundesweit Gelegenheit geben, ihre Leistungen konzentriert und koordiniert einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Auftaktveranstaltung mit Ministerin Dr. Kristina Schröder wird am 3. Mai 2011 in Berlin stattfinden. Danach folgen Aktionswochen in den einzelnen Jugendamtsbezirken. Nähere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.unterstuetzung-die-ankommt.de .
Da die Erteilung von Betriebserlaubnissen für individualpädagogische Betreuungsstellen bisher in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt wurde, erschien eine bundesweite Abstimmung geboten, die in nun verabschiedete fachliche Empfehlungen mündete.
Unter dem Oberthema Kinderschutz beschäftigte sich die BAG mit einem breiten Spektrum von Themen. An die Vorstellung des Bundesmodellprojekts „Aus Fehlern lernen“ durch Professor Reinhart Wolff schloss sich eine Auseinandersetzung mit den bisher erkennbaren Rahmenlinien des geplanten Bundeskinderschutzgesetzes an. Berichte aus den Runden Tischen „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ und „Sexueller Missbrauch“ sowie eine Vorlage zum Umgang mit den erweiterten Führungszeugnissen bei in der Jugendhilfe tätigen Ehrenamtlichen ergänzten die Befassung, die in künftige Stellungnahmen und Arbeitshilfen münden wird.
Die BAG beschloss, sich angesichts der immer wieder aufflammenden Diskussion erneut mit dem Thema der so genannten „Geschlossenen Unterbringung“ auseinanderzusetzen. Die Positionen in den einzelnen Bundesländern sind sehr unterschiedlich und reichen von klarer Ablehnung bis zum geplanten Ausbau. Die BAG Landesjugendämter ist der Auffassung, dass es einer differenzierten Sichtweise auf diese Thematik bedarf und immer Einzelfallentscheidungen getroffen werden müssen. Insofern sei es viel zutreffender, von freiheitsentziehenden Maßnahmen zu sprechen. Die BAG beschließt, ein Positionspapier zu dieser Thematik zu entwickeln.
Alle Stellungnahmen und Empfehlungen der BAG Landesjugendämter sind auf der Homepage www.bagljae.de dokumentiert.