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AFET Bundesverband für Erziehungshilfe e. V.

Aktuelle Themen Sitzungen Mitglieder

AFET-Fachausschuss „Jugendhilferecht und Jugendhilfepolitik“

Aktuelle Themen

Die zentralen Themen des Fachausschusses sind:

• SPFH - Fachleistungsstunden

Der Fachausschuss hat einen konkreten Streit zum Anlass genommen, sich einen Überblick über die Situation zum Thema Fachleistungsstunden verschaffen und eine Arbeitshilfe für Jugendämter und freie Träger zu schreiben. Dieses muss vom Vorstand verabschiedet werden.

Bundesweit besteht eine Vielfalt verschiedenster Vereinbarungen, verschiedenster Berechnungsmodi und unterschiedlichster zugrunde gelegter Fachstandards. In der Praxis führt dies sowohl für die Jugendämter als auch für die freien Träger der Erziehungshilfe zu großer Unübersichtlichkeit und zu einer Vielzahl von Strittigkeiten. Neben der praktischen Hilfe in Form eines Handbuches hat der Fachausschuss sich mit den fachpolitischen Veränderungsnotwendigkeiten befasst und regt im Rahmen eines Diskussionspapieres (Dialog für Erziehunghilfe 4/2011) eine AFET-interne Debatte über mögliche Strukturveränderungen und Gesetzesinitiativen an. Mehr erfahren Sie zu diesem Thema in Dialog für Erziehungshilfe 3 /2010,  3/2011 und 4/2011.

• BKischG

Der Fachausschuss befasste sich wiederholt mit der Gesetzesinitative zum Kinderschutz und hat seine Kritik an Referenten- und Regierungsentwurf dem Vorstand zur Verfügung gestellt.  Der Fachausschuss begrüßt die Absicht einer Verbesserung im Kinderschutz. Darüber hinaus teilt er im Grundsatz die Auffassung, dass die Vernetzung im Bereich Kinderschutz zu verbessern ist. Der Fachausschuss kritisiert jedoch, dass die bisherigen Vorlagen eine sehr kleinteilige Regelung von Jugendhilfeabläufen vorsehen, wie sie keiner anderen Profession zugemutet werden. Der Fachausschuss wird sich nun kritisch mit der Umsetzung des Gesetzes befassen.

• Rahmenverträge gemäß § 78a ff

Der Fachausschuss beobachtet eine zunehmende Errosion im Bereich der Rahmenverträge, wie sie in der „vertragslosen“ Zeit von Niedersachsen und der abnehmenden Zahl beteiligter Kommunen in Ostdeutschland zu beobachten ist. Er bemerkt länderspezifisch sehr unterschiedlich gestaltete Rahmenverträge. Manche sind sehr kleinteilig aufgebaut, manche enthalten nur sehr grobe Regeln. Der Fachausschuss bewertet die Rahmenverträge als wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung und schätzt ihre entlastende Wirkung im Hinblick auf die Aushandlung zwischen freiem und öffentlichen Träger vor Ort. Darum hat sich der Fachausschuss entschlossen, sich einen bundesweiten Überblick über die Situation zu verschaffen. Was wird geregelt, was hat sich verändert, was ist die Philosophie des Rahmenvertrages, welche Vor- und Nachteile zieht das für die Praxis vor Ort nach sich?

• Erziehungshilfe unter Kostendruck

Unter dem Eindruck der zunehmend angespannten Situation kommunaler Haushalte beschäftigt sich der Fachausschuss mit diesem Thema. Er beobachtet mit Sorge, dass in manchen Kommunen die steigenden HzE-Kosten als Argument zu Einsparungen im Infrastrukturbereich der Jugendhilfe verwendet werden. Er würdigt die starke Stellung des Rechtssubjektes im SGB VIII als historische Errungenschaft, die es beizubehalten gilt. Zugleich verschließt er nicht die Augen vor den fiskalpolitischen Schwierigkeiten vor Ort. Ziel des Ausschusses ist zumindest eine Verfachlichung der gelegentlich unsachlich geführten Debatt.

• Fachlichkeit

Der Fachausschuss konstatiert große Schwierigkeiten und Gegenläufigkeiten rund ums Thema Fachlichkeit. Da besteht Fachkräftemangel im HzE-Bereich. Da werden für den Einsatz von Fachkräften Abschlüsse vorausgesetzt, die von manchen als Garant fachlichen Arbeitens in Frage gestellt werden. Da gibt es viele neue Bacchelor- und Masterabschlüsse, deren Vergleichbarkeit mit den Abschlüssen einer Erzieher-, Vordiplom- oder Diplomausbildlung nirgendwo systematisch festgelegt worden ist. Dies gilt für die Entgeldgruppen ebenso, wie für die fachlichen Aufgaben. Da sinkt in manchen Praxisstellen die Bereitschaft, Praktika einzurichten. Der Fachausschuss sucht nach praktisch umsetzbaren fachlich orientierten Verbesserungsmöglichkeiten in dieser unübersichtlichen Thematik.

• Kinderarmut –  Schnittstelle Jugendhilfe SGB II

Der Ausschuss hat sich mit der Relevanz von Kinderarmut in der konkreten einzelfallbezogenen Erziehungshilfearbeit auseinandergesetzt. Aus dem Bereich der ambulanten Erziehungshilfe wurde von einzelnen Trägern berichtet, dass bis zu 80 % aller Familien, in denen eine SPFH arbeitet, auf Harz IV angewiesen sind.

Vor diesem Hintergrund hat der Fachausschuss eine Praxishilfe erarbeitet, die zum einen politische Forderungen aufstellt und zum anderen konkrete sozialarbeiterische  Handlungsmöglichkeiten unter den gegebenen Umständen darstellt. Die Arbeitshilfe wendet sich an die Mitarbeiter und die Leitung der Erziehungshilfeträger sowie an ASD-Mitarbeiter, ASD-Leitung und Jugendamtsleitung. Sie berät insbesondere über die rechtlichen Möglichkeiten der Jugendhilfe, wenn Sanktionen oder ausbleibende Hilfen der Jobcenter bei Adressaten der Erziehungshilfe dazu führen, dass der pädagogische Sinn der HzE in Frage gestellt wird.  Die Arbeitshilfe 1/2010 können Sie hier bestellen oder direkt per Mail: info@afet-ev.de unter Angabe von  "Arbeitshilfe 1/2010".

Der Fachausschuss plant nun eine weitere Befassung zum Thema gemeinsam mit dem SGB II Bereich, um strukturelle Veränderungen zu erreichen. Er hat dazu ein erstes Gespräch mit einem Vertreter der Bundesagentur geführt und sich dessen Kritik an der Arbeitshilfe gestellt. Der Fachausschuss sieht sich nach diesem Gespräch in der bereits in der Arbeitshilfe formulierten Kritik bestätigt. Insbesondere die Rechtswirklichkeit in der Handhabung des SGB II gegenüber AdressatInnen der Erziehungshilfe wird hinterfragt. Davon abgesehen teilt der Ausschuss die Auffassung, dass Jugendämter und Jobcenter vor Ort enger miteinander kooperieren sollten und sucht nun nach Möglichkeiten, dies zu befördern.

• Rechtspraktiken der Erziehungshilfe/AdressatInnenrechte

Der Fachausschuss hat durch seine Beschäftigung mit der Heimerziehung der 50 er und 60er Jahre einen wesentlichen Impuls zur jetzigen bundesweiten Debatte gesetzt. Heute ist ein allgemeines Erschrecken darüber festzustellen, was damals unter dem Dach der Erziehungshilfe passiert ist. Der Fachausschuss möchte verhindern, dass sich dieses Erschrecken in vielen Jahren möglicherweise noch einmal wiederholt. Daher werden die verschiedensten Rechtspraktiken im Kontext der Erziehungshilfe (Hartz IV, Leistungsbewilligung im SGB VIII, Rechte von Eltern und Kindern im Rahmen von Erziehungshilfe) selbstkritisch diskutiert und geprüft. Der Fachausschuss möchte den Vorstand in dieser Frage beraten. In einem ersten Schritt stand das Thema Leistungsbewilligung im Vordergrund. Der Fachausschuss hat sich über die Arbeit des BRJ e.V. informiert und sich mit einer neuen Dissertation  zum Thema „Sozialpädagogisches Handeln unter kommunalem Haushaltsdruck“ befasst. Die Ergebnisse finden Sie in Dialog für Erziehungshilfe 3 / 2010. Darüber hinaus hat sich der Fachausschuss im Kontext des Themas Kinderarmut mit der Handhabung von Hartz IV gegenüber Minderjährigen befasst und hierzu eine Handreichung erstellt. Der Ausschuss hat sich darüber hinaus mit den Rechten von AdressatInnen der Erziehungshilfe und der Auslegung des § 36a, Abs. 2 befasst.  

 • Kooperation zwischen Familiengericht und Jugendhilfe

Der Fachausschuss hat eine Arbeitshilfe zur Kooperation von Familiengericht und Jugendamt mit dem Schwerpunktthema Verfahren zur Kindeswohlgefährdung verfasst, die Sie hier bestellen können oder unter Angabe von "Arbeitshilfe 1/2009" direkt per Mail: info@afet-ev.de.

Der Fachausschuss hat eine überaus erfolgreiche Tagung zum gleichen Thema durchgeführt, deren Dokumentation sie hier bestellen können.

Darüber hinaus bemüht sich der Ausschuss darum, die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Familiengerichten im Rahmen weiterer Tagungen zu verbessern und hat hierzu erneut Kontakt zum DFGT aufgenommen.

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Sitzungen

Termine 2012 (geplant):
12./13.01.2012 voraussichtlich Magdeburg
19./20.04.2012 Banstorf bei Diepholz
08./09.11.2012 Hannover (gemeinsame Sitzung mit FA Theorie und Praxis)

Kontakt in der Geschäftsstelle
Der Ausschuss wird persönlich betreut und begleitet von Marc Vobker, Referent in der Geschäftsstelle. Bei Fragen oder wichtigen Informationen für den Verband erreichen Sie ihn unter Tel. 0511/35 39 91-48; vobker@afet-ev.de

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Mitglieder

Apitzsch, Martin

Referent
Diakonisches Werk
Königstr. 54
22767 Hamburg
Tel.: 040/3 06 20-3 38
Fax: 040/3 06 20-3 33
info@diakonie-hamburg.de
http://www.diakonie-hamburg.de

 

 
Busch, Manfred
freiberufl. Berater
Ackerstr. 1
29223 Celle
Tel dienstl. 0 51 41/48 77 22
Buschberatung@aol.com

 

 
Förster, Dr. Heike

Leiterin der Abteilung Fachkoordination und -beratung
Jugendhilfeplanung
Stadt Leipzig
Jugendamt
Naumburger Str. 26
04229 Leipzig
Tel.:0341/1 23-43 51
Fax: 0341/1 23-44 95
heike.foerster@leipzig.de
http://www.leipzig.de/jugendamt/

 

 
Frings, Peter

Justitiar
Caritas Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster
Tel.: 0251/89 01-230
Fax: 0251/89 01-43 31
frings@caritas-muenster.de
http://www.dicvmuenster.caritas.de

 

 
Glaum, Joachim

Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Hannover
Fachgruppe Kinder, Jugend und Familie
Postfach 2 03
Tel. 0511/1 06 - 73 01
Fax: 0511/99- 73 01
Joachim.glaum@ls.niedersachsen.de
http://www.soziales.niedersachsen.de

 

 
Heine, Lutz

Geschäftsführer
FLEX GmbH
Georgstr. 4
31675 Bückeburg
Tel.: 05722/91 45 99
Fax: 05722/91 52 39
l.heine@flex-erziehung.de


 

 
Hemker, Bernd
Fachberater für Hilfen zur Erziehung
PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband
Landesverband NRW e. V.
Referat Hilfen zur Erziehung
Friedrich-Ebert-Str. 16
59425 Unna
Tel.0 23 03/23 98 47
Fax: 0 23 03/23 98 46
Bernd.hemker@paritaet-nrw.org
http://www.paritaet.nrw.org

 

 
Krützberg, Thomas

Leiter
Stadt Duisburg
Jugendamt
Kuhstr. 6
47049 Dusiburg
Tel.: 0203/2 83-34 84
Fax: 0203/2 83-41 20
t.kruetzberg@stadt-duisburg.de
http://www.duisburg.de

 

 
Mischke, Hans-Günther
Einrichtungsleiter
Einrichtungsleiter
VPK-Landesverband NRW e. V.
Brockhauser Weg 12a
58840 Plettenberg
Tel. 0 23 91/ 95 44 33
Fax: 0 23 91/95 44 39
HansGMischke@vpk-nw.de
http://www.vpk-nw.de

 

 
Oehlmann-Austermann, Alfred

jur. Referent
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Warendorfer Str. 25
48133 MÜnster
Tel.: 0251/5 91-36 44
Fax: 0251/5 91-32 45
alfred.oehlmann@lwl.org

 

 
Rauschert, Klaus
Ministerialrat a. D.
Akazienweg 13
31832 Springe
Tel./Fax: 0 50 41/83 69
kujrauschert@gmx.de

 

 
Reuter-Spanier, Dieter
freiberufl. Berater
Institut zur Förderung innovativer Sozialpädagogik
ifis-consult
Hauptstr. 14
30457 Hannover
Tel.: 0511/26 11 395
Fax: 0511/26 11 856
reuter-spanier@ifis-consult.de
http://www.ifis-consult.de

 

 
Schindler, Helmut
RA Justiziar und Abteilungsleiter
Katholische Jugendfürsorge der
Diözese Regensburg e. V.
Orleansstr. 2a
93055 Regensburg
Tel. 09 41/7 98 87-140
Fax: 09 41/7 98 87-128
jugendhilfe@kjf-regensburg.de
http://www.kjf-regensburg.de/

 

 
Scholz, Rüdiger
Bereichsleiter

Fachzentrum Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Bethel im Norden
v.-Lepel-Str. 27
27259 Freistatt
Tel. 05448 88365
Fax: 05448-88599
scholz@bethel.de
http://www.bethel-im-norden.de

oder:
Büro Hannover
Tel. 0511 5109144
Fax: 0511 5109145



 

 

 
Schruth, Prof. Dr. Peter

Vorsitzender
Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e. V (BRJ)/Hochschullehrer
Hochschule Magdeburg-Stendal
Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen
Breitscheidstr. 2
39114 Magdeburg
Tel.: 0391/886-43 35
peter.schruth@hs-magdeburg.de
http://www.hs-magdeburg.de

 

 
Steinebrunner-Fabian, Monika

Leitung FD Jugendamt
Landkreis Peine
Jugendamt
Burgstr. 1
31224 Peine
Tel.:05171 4012208
m.steinebrunner-fabian@landkreis-peine.de
http://www.landkreis-peine.de

 

 
Tammen, Britta
Juristin, Vertretungsprofessorin

Hochschule Neubrandenburg
- University of Applied Sciences
Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung
Brodaer Straße 2
17033 Neubrandenburg
Tel.: 0395/ 5693 - 425
Fax: 0395/ 5693 - 499
tammen@fh-nb.de
http://www.fh-nb.de

 

 
Wurzel, Martin
Einrichtungsleiter
Kinderheim St. Josef Rheinhausen
Bismarckstr. 69 A
47229 Duisburg-Rheinhausen
Tel. 0 20 65/99 59 0 oder –20
Fax: 0 20 65/99 59-17
Martin.Wurzel@sankt-josef.de
http://www.sankt-josef.de

 

 

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