Geschäftsbericht
Aus dem Vorwort des Geschäftsbericht 2009Der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e. V. gibt mit dem Geschäftsbericht 2009 in gewohnter Gliederung einen Einblick in die vielfältigen verbandlichen Aktivitäten dieses Jahres. Zugleich bietet dieser Bericht die Chance, die verbandlichen Tätigkeiten vor dem Hintergrund der satzungsgemäßen Aufgaben kritisch zu überprüfen, um die fachlichen Weiterentwicklungen zielgerichtet steuern zu können.
Im AFET ist die leitende Ebene der unterschiedlichen Bereiche der Erziehungshilfe vertreten u. a. öffentliche und freie Träger der kommunalen Ebene, Landesjugendämter, oberste Landesjugendbehörden, Landesgliederungen und Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie kommunale Spitzenverbände und Fach(hoch)schulen, um die Wesentlichen zu nennen.
Auf der Grundlage seiner Satzung und vor dem Hintergrund seiner besonderen Mitgliederstruktur lässt sich das Aufgabenprofil des AFET definieren als Unterstützung der Fachebene und als Drehscheibe für den Wissens- und Informationstransfer zwischen Wissenschaft – Praxis – Politik. Die verbandlichen Aktivitäten werden dabei geleitet von dem Bestreben, konsensfähige Standpunkte zu entwickeln, um einen hohen Grad an Verbindlichkeit auf der Grundsatz-, Rahmen- und Umsetzungsebene der Erziehungshilfe zu gewährleisten mit dem Ziel der kontinuierlichen Qualifizierung und Weiterentwicklung der Erziehungshilfe. In diesem Sinne versteht sich der AFET als Plattform für den Dialog innerhalb der Praxis, insbesondere zwischen öffentlichen und freien Trägen der Jugendhilfe, den beteiligten Partnern aus Praxis, Wissenschaft und Politik und zu den Nachbardisziplinen, insbesondere der Schule, Justiz und dem Gesundheitswesen.
Der Geschäftsbericht informiert über die Themen, mit denen sich der Verband im Jahr 2009 befasste. Über die in den einzelnen Gremien bearbeiteten Themen hinaus befasste sich der Verband intensiv mit dem
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Bundeskinderschutzgesetz. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung war aus Sicht der Praxis hochproblematisch. Vor diesem Hintergrund nahm der AFET – wie eine Vielzahl anderer Verbände – Stellung (Stellungnahme des AFET in Kap. 10).Als ersichtlich war, dass keine Änderung erfolgen wird. In der Folge verfassten 9 Verbände eine gemeinsame Stellungnahme. (Hierzu ebenfalls in Kap. 10) Daraufhin fand ein Gespräch zwischen diesen Verbänden und der Ministerin statt mit dem Ziel, zu einer tragfähigen Lösung zu kommen. Erkennbar war jedoch, dass eine solche gemeinsam getragene Lösung in der Kürze der Zeit nicht mehr erarbeitet werden konnte, sodass die Verabschiedung des Gesetzes in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr erfolgen konnte. Dieses Ergebnis, das es ermöglichte, in der darauffolgenden Legislaturperiode ein fachlich orientiertes Gespräch wieder aufzunehmen, um ein „praxistaugliches“ und dem Kinderschutz dienliches Gesetz zu erarbeiten, war ein wichtiger Erfolg der verbandlichen Arbeit.
Ein weiteres, gremienübergreifendes Thema war die
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Heimerziehung der 50er und 60er Jahre in den alten Bundesländern. Der AFET befasste sich bereits in 2008 mit diesem Thema. Auf Bitte des Petitionsausschusses konzipierte er gemeinsam mit dem DIJuF ein Projekt für eine mögliche Aufarbeitung.
In der Folge richtete der Bundestag einen „Runden Tisch Heimerziehung“ der 50er/60er Jahre ein. Mit der Moderation wurde Frau Dr. A. Vollmer betraut, die geschäftsführende Begleitung wurde an die AGJ übergeben. Der Runde Tisch tagte in 2009 viermal 2-tägig. Der AFET war als Vertreter der Erziehungshilfefachverbände durch seinen Vorsitzenden, Herrn Kröger, vertreten.
Im Berichtsjahr übernahmen die vier Erziehungshilfefachverbände AFET, BVkE, EREV und IGfH die Homepage www.dieBeteiligung.de
Die Uni Landshut hatte von 2007 bis Mitte 2009 in Kooperation mit dem SOS Kinderdorf und der IGfH ein Projekt zum Thema „gelingende Beteiligung im Heimalltag“ durchgeführt. In Zusammenhang mit diesem Projekt wurde auch die Homepage www.diebeteiligung.de erstellt. Nachdem das Projekt Mitte 2009 auslief, wurden die Erziehungshilfefachverbände von Frau Prof. Wolff, Uni Landshut, angefragt, ob sie bereit sind, diese Homepage zu übernehmen. Die Fortführung der Homepage erschien den Verbänden von großer Bedeutung, um das Thema Beteiligung weiter voranzutreiben. Ein Projektantrag der Verbände bei der Stiftung „Aktion Mensch“ wurde positiv beantwortet, sodass die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel gesichert waren. Vor diesem Hintergrund haben sich die Verbände entschlossen, die Homepage zu übernehmen und ab September 2009 unter gemeinsamer Verantwortung laufen zu lassen.
In 2009 fand ein Wechsel im ReferentInnenteam der Geschäftsstelle statt:
Nach der Verabschiedung von Frau Stanulla in 2008 und der Elternzeit von Frau Kaufhold fingen am 01.01.2009 Herr Vobker und Frau Dr. Sekler als neue ReferentInnen im AFET an.
Am 30.11.2009 wurde Frau Dedekind im Rahmen der Vorstandssitzung verabschiedet. Frau Dedekind war über 25 Jahre Referentin im AFET und konnte nun in die Freistellungsphase der Altersteilzeit übergehen. Die Laudatio zur Verabschiedung von Frau Dedekind findet sich im Dialog Erziehungshilfe 3-4/2009.
Als neuer Referent begann Herr Gravelmann am 01.12.2009 seine Tätigkeit.
Obwohl wir es bedauern, dass wir uns von sehr verlässlichen und kompetenten MitarbeiterInnen verabschieden mussten, so freuen wir uns über ein neues und sehr engagiertes ReferentInnenteam.
Unser Dank gilt auch in diesem Jahr wieder
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dem BMFSFJ für die finanzielle Förderung und für die gute Zusammenarbeit in 2009
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Ihnen allen, die im und für den AFET tätig waren, für Ihr Interesse an der Arbeit unseres Verbandes, für Ihr Engagement in den Organen und Gremien, für Ihre Mitarbeit bei Fachveranstaltungen und für Ihre schriftlichen Beiträge und fachliche Begleitung
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den benachbarten Fachverbänden für die gute und vertrauensvolle Kooperation.
Hannover, im März 2010
Rainer Kröger Cornelie Bauer
1.Vorsitzender Geschäftsführerin
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